Pressemappe
Bild Aktuelles
Artikel drucken
PDF dieser Seite erstellen Seite als Link versenden Zum MediClin YouTube-Kanal
Kontakt

Oliver Kutz

Öffentlichkeitsarbeit

Tel. 0921/ 30 96 88

Zum Kontakt

Drucken Drucken Artikel versenden Artikel versenden

Das Leben mit Ludomanie

Im Rahmen ihres Studiums drehten Studenten eine Mockumentary im MediClin Reha-Zentrum Roter Hügel.

Die Krankheit Spielsucht ist nicht unbedingt eine Indikation, die im Reha-Zentrum Roter Hügel behandelt wird. Doch Ende Januar produzierten 12 Studenten der beiden Studiengänge „Theater und Medien“ und „Medienwissenschaft und Medienpraxis“ der Universität Bayreuth eine Mockumentary zu diesem Thema.

Für die Zeit der Filmaufnahmen stellte das Reha-Zentrum den Studenten ein Patientenzimmer, ein Therapeutenzimmer und die Sporthalle zur Verfügung, um den Dreh zu verwirklichen.

Teil des Seminarplans im 3. Semester ist das Seminar "AV-Medien", in welchem es darum geht, sich praktisch mit audiovisuellen Medien auseinanderzusetzen. Zu diesem Zweck hatten die angehenden Akademiker die Aufgabe, selbst eine 20-25 minütige Mockumentary zu produzieren. Nach diversen Konzeptvorstellungen entschieden sie sich dafür, eine Sendung zum Thema Spielsucht zu drehen und dabei ironisch mit dem immer wieder angepriesenen Realitätsverlust der Spielsüchtigen auseinanderzusetzen. Um jedoch deutlich zu machen, dass die Hochschüler sich nicht über die tatsächlich Erkrankten lustig machen wollen, haben sie sich einen eigenen Namen für die Krankheit ausgedacht. Somit trägt die Sendung den Titel "Das Leben mit Ludomanie".

In der Sendung werden zwei Protagonisten und ihr Umfeld gezeigt:

Erster Protagonist ist Tim Wagner (15 Jahre), der süchtig nach dem Spiel Pacman ist. Von seinen Eltern wurde er in eine Suchtklinik gegeben, wo er nun therapiert wird (Szenen gedreht im Reha-Zentrum). Er wird bei Szenen aus seinem Therapiealltag gezeigt, welche von seiner Pflegerin kommentiert werden. Außerdem werden Interviews mit seinen Eltern gezeigt, in denen diese den Weg in die Krankheit beschreiben.

Helena Kramer (31 Jahre) ist die zweite Patientin. Sie verfiel mit 25 Jahren dem Spiel Tetris. Im Gegensatz zu Tim hat sie die Therapie schon erfolgreich hinter sich gebracht und ist dabei, sich in den Alltag wieder einzugewöhnen. Über diese Probleme berichtet sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten und ihrer besten Freundin. Zudem wird ihr Arbeitgeber befragt, da sie auch im Berufsleben immer wieder mit den Konsequenzen ihrer Sucht konfrontiert wird.
Fachliche Informationen zum Krankheitsbild und den Therapiemöglichkeiten werden von einem unabhängigen Experten geliefert. Prof. Dr. Mertens ist Facharzt für Psychologie. Sein Spezialgebiet ist die Ludomanie. Seine Informationen beziehen sich nicht auf die Protagonisten, sondern können auf jeden einzelnen Erkrankten angewendet werden.

Der Begriff Mockumentary ist die Bezeichnung für einen fiktionalen Dokumentarfilm, der einen echten Dokumentarfilm oder das ganze Genre parodiert. Eine Mockumentary tut so, als sei sie ein Dokumentarfilm, ohne tatsächlich einer zu sein. Dabei werden oft scheinbar reale Vorgänge inszeniert oder tatsächliche Dokumentarteile in einen fiktiven bzw. erfundenen Zusammenhang gestellt. Es ist ein geläufiges filmisches Genremittel für Parodie und Satire. Eine Mockumentary kann außerdem das Ziel haben, ein stärkeres Medienbewusstsein zu schaffen und Zuschauer dazu zu bringen, Medien zu hinterfragen und nicht alles zu glauben, was täglich im Fernsehen zu sehen ist. (Quelle: Wikipedia).